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Leasing & Kosten

Drohne leasen oder kaufen? Ein ehrlicher Vergleich

Redaktion drohne-leasen.de · Aktualisiert am

Das Wichtigste in Kürze

Leasing verteilt die Kosten einer Drohne auf eine feste Monatsrate und hält Ihr Kapital frei. Dafür enthalten die Raten Finanzierungskosten, die Drohne gehört Ihnen nicht, und Sie sind an die Laufzeit gebunden. Kaufen lohnt sich eher bei günstigen Modellen, die Sie lange nutzen. Leasen lohnt sich eher, wenn Liquidität knapp ist oder Sie die Technik regelmäßig erneuern wollen.

Was für das Leasing spricht

  • Liquidität bleibt im Betrieb. Statt mehrere tausend Euro auf einmal zu zahlen, verteilen Sie die Kosten über 24, 36, 48, 60 Monate. Das Geld steht für Personal, Material oder Aufträge zur Verfügung.
  • Feste, planbare Kosten. Die Rate steht für die gesamte Laufzeit fest und lässt sich sauber in Angebote und Stundensätze einrechnen.
  • Aktuelle Technik. Am Laufzeitende geben Sie die Drohne zurück und können ein aktuelles Modell leasen. Um Wiederverkauf oder Entsorgung des Altgeräts kümmern Sie sich nicht.
  • Steuerlich einfach. Die Raten sind in der Regel Betriebsausgaben, eine Abschreibung über Jahre entfällt. Unter welchen Bedingungen das gilt, erklärt der Ratgeber Drohne steuerlich absetzen.
  • Optionaler Geräteschutz. Mit GRENKE Protect lässt sich die Sachgefahr für die geleaste Drohne absichern.

Was gegen das Leasing spricht

  • Finanzierungskosten in der Rate. In den Raten stecken neben dem Gerätewert auch die Finanzierungs- und Verwaltungskosten des Leasinggebers. Wer die Drohne aus vorhandenem Geld bar bezahlen kann, sollte deshalb genau nachrechnen, wie das Rechenbeispiel unten zeigt.
  • Kein Eigentum. Die Drohne gehört dem Leasinggeber. Sie können sie nicht verkaufen und nach Vertragsende nicht ohne Weiteres behalten.
  • Feste Bindung. Leasingverträge laufen in der Regel fest über die vereinbarte Laufzeit. Brauchen Sie die Drohne früher nicht mehr, zahlen Sie trotzdem weiter.
  • Risiko bei Schäden bleibt bei Ihnen. Ohne Zusatzschutz tragen Sie als Leasingnehmer in der Regel das Risiko für Beschädigung und Verlust, die Raten laufen auch nach einem Absturz weiter. Bei der Rückgabe gelten die Bedingungen Ihres Vertrags zum Zustand des Geräts.
  • Nur für Unternehmen, mit Bonitätsprüfung. Wir leasen ausschließlich an Gewerbetreibende, Freiberufler und Selbständige. GRENKE prüft vor Vertragsschluss die Bonität.

Rechenbeispiel mit aktuellen Raten

Die folgende Tabelle zeigt die Raten für die DJI Mavic 4 Pro (DJI RC 2) aus unserem Katalog und was Sie über die gesamte Laufzeit zahlen. Die Werte kommen direkt aus unserem Datenbestand (exkl. MwSt.).

Leasingraten und Summe der Raten je Laufzeit
Laufzeit Monatsrate Summe aller Raten
24 Monate 70,33 € 1.687,92 €
36 Monate 48,46 € 1.744,56 €
48 Monate 38,23 € 1.835,04 €
60 Monate 31,78 € 1.906,80 €

Raten bei quartalsweiser Zahlung, bei monatlicher Zahlung kommen 1,5 % hinzu. Zusätzlich fallen einmalig 6,90 € Versand je 2 Drohnen an.

Kürzere Laufzeiten bedeuten höhere Monatsraten, längere Laufzeiten niedrigere. Die Summe der Raten allein sagt aber wenig. Ehrlich vergleichen Sie erst, wenn Sie den Kauf genauso vollständig rechnen:

  1. Kaufpreis netto laut aktuellem Händlerangebot für genau dieselbe Ausstattung (Drohne, Fernsteuerung, Akkus).
  2. Kosten des gebundenen Kapitals: Zinsen, wenn Sie den Kauf finanzieren, oder entgangene Zinsen bzw. Rendite, wenn Sie das Geld aus Rücklagen nehmen.
  3. Erwarteter Wiederverkaufserlös nach derselben Zeit, abzüglich Aufwand für den Verkauf. Bei schnell veraltender Technik ist er schwer zu schätzen.
  4. Steuerliche Wirkung: Sofortabzug bis 800 Euro, sonst Abschreibung über die Nutzungsdauer, gegenüber den laufenden Raten.

Liegt die Summe der Raten deutlich über Kaufpreis plus Kapitalkosten minus Restwert, zahlen Sie für Liquidität und Planbarkeit. Ob Ihnen das den Aufpreis wert ist, ist eine unternehmerische Entscheidung, keine Rechenfrage. Für günstige Modelle unter der GWG-Grenze von 800 Euro netto ist der Kauf häufig die einfachere Lösung, das sagen wir offen.

Wann eher kaufen, wann eher leasen?

Kauf passt eher, wenn …

  • Sie den Kaufpreis ohne Engpass aus vorhandenen Mitteln zahlen können,
  • die Drohne netto höchstens 800 Euro kostet und sofort abgezogen werden kann,
  • Sie das Gerät deutlich länger als fünf Jahre nutzen wollen,
  • Sie die Drohne frei weiterverkaufen oder umbauen möchten.

Leasing passt eher, wenn …

  • Sie Kapital für das Kerngeschäft frei halten wollen,
  • Sie mehrere Drohnen oder ein teures Modell wie die DJI Mavic 4 Pro brauchen,
  • Sie die Kosten als feste Rate in Projekte einpreisen,
  • Sie nach zwei bis fünf Jahren auf das nächste Modell wechseln wollen.

Was am Ende der Laufzeit passiert

Am Ende der Laufzeit geben Sie die Drohne zurück. Wenn Sie weiter fliegen möchten, leasen Sie ein aktuelles Modell zu den dann gültigen Raten. Welche weiteren Möglichkeiten Ihr Vertrag vorsieht, etwa eine Verlängerung, regelt der Leasingvertrag mit GRENKE. Planen Sie die Laufzeit deshalb nach der Zeit, in der Sie die Drohne realistisch einsetzen. Wer unsicher ist, wählt eher eine kürzere Laufzeit und akzeptiert dafür die höhere Rate.

Wie der Weg vom Katalog bis zur Lieferung aussieht, beschreibt der Ratgeber So funktioniert das Drohnen-Leasing. Für welche Betriebe sich Leasing besonders eignet, steht unter Für wen lohnt sich Drohnen-Leasing?, eine Entscheidungshilfe speziell zum Kauf über die Firma auf der Seite Drohne für die Firma.

Vergleichen Sie die Raten aller Modelle für Ihre Wunschlaufzeit im Katalog, oder fragen Sie ein Modell an, das dort nicht steht.