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DJI Mavic 4 Pro vs. Air 3S: Welche Drohne für Ihr Unternehmen?
Redaktion drohne-leasen.de · Aktualisiert am
Beide Drohnen fliegen lange, erkennen Hindernisse rundum und haben eine 70-mm-Telekamera. Der Unterschied liegt in der Bildqualität und im Gewicht: Die Mavic 4 Pro ist mit rund 1.063 g eine C2-Drohne, die Air 3S mit 724 g eine C1-Drohne. Für Ihren Betrieb entscheidet das, welchen Nachweis Ihre Piloten brauchen und wie nah Sie an Menschen fliegen dürfen.
Kurz gesagt
- Air 3S für Inspektion, Dokumentation und Immobilien. Sie reicht für die meisten gewerblichen Aufgaben, und der Kompetenznachweis A1/A3 genügt.
- Mavic 4 Pro, wenn das Bild Ihr Produkt ist: Film, Werbung, hochwertige Architektur, Details aus großem Abstand. Planen Sie das Fernpiloten-Zeugnis A2 mit ein.
Die Eckdaten im Vergleich
Alle Werte stammen aus den deutschen Datenblättern von DJI. Flugzeiten misst DJI im Windkanal bei konstanter Geschwindigkeit, im Einsatz bleibt weniger. Die Reichweite gilt nach CE-Norm, also für Europa.
| Merkmal | DJI Mavic 4 Pro | DJI Air 3S |
|---|---|---|
| Startgewicht | ca. 1.063 g | 724 g |
| EU-Klasse | C2 | C1 |
| Kamera | Hasselblad 4/3-CMOS, 100 MP, 28 mm; Tele 1/1,3″, 48 MP, 70 mm; Tele 1/1,5″, 50 MP, 168 mm | Weitwinkel 1″-CMOS, 50 MP, 24 mm; Tele 1/1,3″-CMOS, 48 MP, 70 mm |
| Video | 6K bis 60 fps, 4K-Zeitlupe bis 120 fps, 10-Bit D-Log, D-Log M und HLG | 4K bis 60 fps, Zeitlupe 4K/120 fps, 10-Bit D-Log M |
| Max. Flugzeit | bis 51 min | bis 45 min |
| Videoübertragung | DJI O4+, bis 15 km (CE) | DJI O4, bis 10 km (CE) |
| Hinderniserkennung | omnidirektional (duale Sichtsensoren) plus LiDAR nach vorn | omnidirektional (duale Sichtsensoren) plus LiDAR nach vorn |
| Max. Windwiderstand | 12 m/s | 12 m/s |
| Speicher | 64 GB intern (Creator Combo: 512 GB) | 42 GB intern |
| Leasingrate | ab 31,78 € im Monat exkl. MwSt. | ab 20,54 € im Monat exkl. MwSt. |
Kameras: drei Brennweiten gegen zwei
Die Hauptkamera der Mavic 4 Pro hat einen 4/3-Sensor mit 100 MP. Das ist deutlich mehr Fläche als der 1-Zoll-Sensor der Air 3S mit 50 MP. Mehr Sensorfläche bringt mehr Reserven bei wenig Licht und mehr Spielraum in der Nachbearbeitung. Bei 100 MP können Sie außerdem stark beschneiden, ohne dass das Bild für Print oder große Bildschirme zu klein wird.
Bei der mittleren Telekamera sind beide gleichauf: 70 mm, 1/1,3-Zoll-Sensor, 48 MP. Nur die Mavic hat zusätzlich eine 168-mm-Telekamera mit 50 MP. Damit holen Sie Details an Masten, Brücken oder Fassaden aus großem Abstand heran. Die Kamera der Mavic lässt sich bis 70° nach oben neigen, die der Air 3S bis 60°.
Beim Video filmt die Mavic in 6K mit bis zu 60 fps und bietet neben D-Log M und HLG auch das volle D-Log, in 10 Bit 4:2:2. Die Air 3S nimmt in 4K mit bis zu 60 fps auf (Zeitlupe bis 120 fps), in 10-Bit D-Log M oder HLG. Für Social Media, Objektvideos und Dokumentation reicht das. Wer Material für Werbespots oder Kinoformate liefert, merkt den Unterschied in der Farbkorrektur.
Gewicht und EU-Klasse: der Unterschied mit den meisten Folgen
Die Air 3S ist als C1 eingestuft. Sie fliegen sie in der Unterkategorie A1, Ihre Piloten brauchen den EU-Kompetenznachweis A1/A3 aus dem Online-Training des Luftfahrt-Bundesamts. Unbeteiligte Personen sollen Sie dabei nicht gezielt überfliegen.
Die Mavic 4 Pro ist als C2 eingestuft. Für Flüge in der Nähe von Menschen brauchen Ihre Piloten zusätzlich das EU-Fernpiloten-Zeugnis A2: ein praktisches Selbststudium und eine Theorieprüfung mit 30 Fragen bei einer vom LBA benannten Prüfstelle. Dann gilt ein horizontaler Abstand von 30 m zu Unbeteiligten, im Langsamflugmodus 5 m. Ohne A2-Zeugnis bleibt nur die Unterkategorie A3 mit 150 m Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten. Für Einsätze in Städten oder auf Firmengeländen ist die Mavic ohne A2-Zeugnis kaum nutzbar.
Die Klassen im Detail erklärt der Ratgeber Drohnenklassen C0, C1 und C2.
Flugzeit, Übertragung und Sicherheit
DJI nennt bis zu 51 Minuten für die Mavic 4 Pro und bis zu 45 Minuten für die Air 3S. Die Mavic überträgt mit DJI O4+ bis 15 km (CE), die Air 3S mit DJI O4 bis 10 km (CE). In der offenen Kategorie dürfen Sie ohnehin nur in Sichtweite fliegen, die Reichweite ist also vor allem Reserve für eine stabile Verbindung hinter Bäumen oder Gebäuden.
Bei der Sicherheit sind beide gleich ausgestattet: omnidirektionale Hinderniserkennung mit dualen Sichtsensoren, LiDAR nach vorn und Infrarotsensor nach unten. Beide halten laut DJI Wind bis 12 m/s stand. Zusammengefaltet misst die Air 3S rund 214 × 101 × 89 mm, die Mavic rund 258 × 125 × 103 mm.
Was kosten die beiden im Leasing?
Die Mavic 4 Pro gibt es ab 31,78 € im Monat (60 Monate, exkl. MwSt.), die Air 3S ab 20,54 € im Monat (60 Monate, exkl. MwSt.). Bei gleicher Laufzeit liegt die günstigste Mavic damit 11,24 € pro Monat über der günstigsten Air 3S. Dazu kommen bei der Mavic die Zeit und die Prüfungsgebühr für das A2-Zeugnis. Die Raten gelten jeweils für das kleinste Paket; mit Fly More Combo und weiteren Akkus steigt die Rate.
Empfehlung nach Einsatz
- Dachinspektion und Gebäudecheck: Air 3S. Die 70-mm-Kamera reicht für Ziegel und Anschlüsse. Mehr auf der Seite für Dachdecker.
- Photovoltaik, Sichtprüfung: Air 3S. Für Hotspots brauchen Sie Wärmebild, das gibt es nur bei DJI-Enterprise-Modellen.
- Immobilien, Standardobjekte: Air 3S oder sogar die kleinere Mini 5 Pro.
- Architektur und Premium-Immobilien: Mavic 4 Pro, wenn Bilder groß gedruckt oder stark beschnitten werden.
- Imagefilm, Werbung, Kinoproduktion: Mavic 4 Pro wegen 6K, D-Log und drei Brennweiten. Siehe Fotografen und Videografen.
- Brücken, Masten, Infrastruktur aus Abstand: Mavic 4 Pro mit 168 mm und Kameraneigung bis 70° nach oben.
- Vermessung: Für Photogrammetrie liefern die 100 MP der Mavic mehr Details pro Bild. Für zentimetergenaue Ergebnisse mit RTK brauchen Sie Enterprise-Technik, siehe Vermessung.
Häufige Fragen zum Vergleich
Ist die Mavic 4 Pro den Aufpreis gegenüber der Air 3S wert?
Haben Mavic 4 Pro und Air 3S dieselbe Telekamera?
Welche der beiden Drohnen ist leichter zu transportieren?
Alle Pakete mit Rate je Laufzeit finden Sie in den Kategorien DJI Mavic 4 Pro leasen und DJI Air 3S leasen. Alle Reihen nebeneinander zeigt der DJI-Drohnen-Vergleich.