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DJI Mini 5 Pro vs. Air 3S: der Vergleich für Unternehmen

Redaktion drohne-leasen.de · Aktualisiert am

Mini 5 Pro und Air 3S haben als Hauptkamera denselben Sensortyp: 1 Zoll, 50 MP. Trotzdem sind es zwei verschiedene Werkzeuge. Die Mini wiegt rund 249,9 g und ist in den Standardpaketen eine C0-Drohne, die Air 3S wiegt 724 g, ist eine C1-Drohne und hat eine zweite Kamera mit Tele.

Kurz gesagt

  • Mini 5 Pro, wenn das Gerät klein, günstig und ohne Pflicht-Nachweis nutzbar sein soll: Makler, Handwerk, Marketing.
  • Air 3S, wenn Sie Details aus Abstand brauchen oder mit Standardakku länger fliegen wollen: Inspektion, Bau, Architektur.

Die Eckdaten im Vergleich

Werte laut den deutschen DJI-Datenblättern. Flugzeiten sind Windkanal-Messungen, die Reichweite gilt nach CE-Norm.

Mini 5 Pro und Air 3S im Vergleich
MerkmalDJI Mini 5 ProDJI Air 3S
Startgewichtca. 249,9 g (mit Standardakku)724 g
EU-KlasseC0; Fly More Combo Plus: C1C1
Kamera1″-CMOS, 50 MP, f/1,8Weitwinkel 1″-CMOS, 50 MP, 24 mm; Tele 1/1,3″-CMOS, 48 MP, 70 mm
Video4K bis 60 fps, Zeitlupe 4K/120 fps, 10-Bit D-Log M4K bis 60 fps, Zeitlupe 4K/120 fps, 10-Bit D-Log M
Max. Flugzeitbis 36 min (Plus-Akku: bis 52 min)bis 45 min
VideoübertragungDJI O4+, bis 10 km (CE)DJI O4, bis 10 km (CE)
Hinderniserkennungomnidirektional (duale Sichtsensoren) plus LiDAR nach vornomnidirektional (duale Sichtsensoren) plus LiDAR nach vorn
Max. Windwiderstand12 m/s12 m/s
Speicher42 GB intern42 GB intern
Leasingrateab 14,94 € im Monat exkl. MwSt.ab 20,54 € im Monat exkl. MwSt.

Bildqualität: gleiche Hauptkamera, eine Kamera Unterschied

Für ein normales Weitwinkelfoto liefern beide Drohnen ähnliche Grundlagen: 1-Zoll-Sensor, 50 MP, 4K-Video bis 60 fps, Zeitlupe bis 4K/120 fps, 10-Bit D-Log M und HLG. Die Mini 5 Pro hat eine Blende von f/1,8. Beide haben 42 GB internen Speicher.

Der eigentliche Unterschied ist die zweite Kamera der Air 3S: 70 mm Brennweite, 1/1,3-Zoll-Sensor, 48 MP. Damit fotografieren Sie Dachanschlüsse, Fassadendetails oder Typenschilder aus größerem Abstand, ohne digital zu vergrößern. Gebäude wirken mit 70 mm außerdem weniger verzerrt als mit Weitwinkel. Mit der Mini 5 Pro müssen Sie für dieselben Details näher heranfliegen.

Gewicht und Klasse: C0 gegen C1

Die Mini 5 Pro ist in den Paketen mit Standardakku laut DJI als C0 zertifiziert. Für C0 schreibt das Luftfahrt-Bundesamt den EU-Kompetenznachweis A1/A3 nicht verpflichtend vor, empfiehlt ihn aber. Die Air 3S ist als C1 eingestuft, für sie ist der Kompetenznachweis A1/A3 Pflicht. Der Nachweis ist ein Online-Training mit Online-Prüfung beim LBA, für ein Unternehmen also kein großer Aufwand.

Ein Detail, das oft übersehen wird: Die Fly More Combo Plus der Mini 5 Pro mit den größeren Plus-Akkus ist ebenfalls als C1 zertifiziert. Wer die Mini wegen der längeren Flugzeit mit Plus-Akku nimmt, hat damit keinen Klassenvorteil mehr gegenüber der Air 3S. Registrieren müssen Sie sich als Betreiber bei beiden Drohnen, weil sie Kameras haben. Mehr dazu im Ratgeber Drohnenklassen C0, C1 und C2.

Flugzeit, Wind und Übertragung

Mit Standardakku nennt DJI 36 Minuten für die Mini 5 Pro und 45 Minuten für die Air 3S. Mit dem Plus-Akku kommt die Mini auf 52 Minuten. Beide halten laut Datenblatt Wind bis 12 m/s stand. Die Übertragung reicht bei beiden bis 10 km nach CE-Norm (Mini: DJI O4+, Air: DJI O4). Rechtlich zählt ohnehin die Sichtweite.

Bei der Hinderniserkennung sind beide gleich aufgebaut: duale Sichtsensoren rundum, LiDAR nach vorn, Infrarotsensor nach unten.

Größe im Arbeitsalltag

Zusammengefaltet misst die Mini 5 Pro 157 × 95 × 68 mm, die Air 3S rund 214 × 101 × 89 mm. Die Air 3S ist damit spürbar größer, aber immer noch deutlich kompakter als die Mavic 4 Pro.

Kosten im Leasing

Die Mini 5 Pro gibt es ab 14,94 € im Monat (60 Monate, exkl. MwSt.), die Air 3S ab 20,54 € im Monat (60 Monate, exkl. MwSt.). Im Vergleich der Pakete mit drei Akkus und Fernsteuerung DJI RC 2 kostet die Mini 5 Pro Fly More Combo Plus ab 22,23 €/Monat, die Air 3S Fly More Combo ab 29,89 €/Monat (jeweils günstigste Laufzeit, exkl. MwSt.). Die Rate für jede Laufzeit zwischen 24 und 60 Monaten sehen Sie auf der Seite des jeweiligen Pakets.

Empfehlung nach Einsatz

  • Immobilienmakler: Mini 5 Pro. Klein, schnell startklar, Bildqualität reicht für Exposés. Siehe Immobilienmakler.
  • Dachdecker und Handwerk: Air 3S, wenn Sie regelmäßig Details prüfen. Für einen ersten Überblick reicht die Mini. Siehe Dachdecker.
  • Baudokumentation: Air 3S wegen Flugzeit und Tele. Siehe Bau.
  • Social Media und Marketing: Mini 5 Pro.
  • Mehrere Geräte für ein Team: Mini 5 Pro, oder bei noch knapperem Budget die Lito X1.

Häufige Fragen zum Vergleich

Hat die Mini 5 Pro dieselbe Bildqualität wie die Air 3S?
Bei der Hauptkamera liegen beide nah beieinander: Beide haben einen 1-Zoll-Sensor mit 50 MP und filmen in 4K mit 10-Bit D-Log M. Die Air 3S hat zusätzlich eine 70-mm-Telekamera mit 48 MP. Für Detailaufnahmen aus Abstand ist sie deshalb klar im Vorteil.
Welche Drohne fliegt länger, Mini 5 Pro oder Air 3S?
Mit Standardakku die Air 3S: 45 gegen 36 Minuten laut DJI. Mit Plus-Akku erreicht die Mini 5 Pro 52 Minuten, in der EU aber nur als Fly More Combo Plus, deren Drohne als C1 zertifiziert ist.
Reicht die Mini 5 Pro für gewerbliche Einsätze?
Für Fotos und Videos von Gebäuden, Grundstücken und Baustellen in vielen Fällen ja. Die Grenze liegt bei Detailaufnahmen aus großem Abstand, dafür fehlt ihr die Telekamera. Für Wärmebild oder RTK-Vermessung brauchen Sie ohnehin ein Enterprise-Modell.

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